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Chronik (1901-2018)

Zur Sozial- und Literaturgeschichte Afrikas * von innen und außen 

Jahreschroniken: 1995

Stand: 19.04.18

 

10. Januar
1995
Der alger. Schriftsteller Mohammed Moulessehoul alias  Yasmina Khadra wird 40 Jahre alt.
20. Januar
1995
Der gabunische Dramatiker und Politiker Vincent de Paul Nyonda stirbt im Alter von 78 Jahren.
Zwei Jahre vor seinem Tod erschien seine Autobiografie Du villageois au minister (Vom Dörfler zum Minister) in Paris. Nyonda, der von 1957 bis 1962 Minister für Öffentliche Arbeit und 1963 bis 1964 Justizminister war, schrieb in französischer Sprache. Er machte sich in erster Linie als Dramatiker einen Namen.
Weitere Werke:
Bonjour, Bessieux! - Libreville
Le combat de Mbombi: tragi-comédie en XII scènes -Libreville 1977.
La mort de Guykafi: Drame en cinq actes; suivi de deux albinos à la M'Passa; et le soûlard (Collection of Plays) - Paris: 1981
Le roi Mouanga: tragédie en VI actes - Gabon 1988.
1995
Die frz. Tageszeitung Le Monde berichtet vom Tod des  algerischen Schriftstellers Rachid Mimouni, der am Sonntag, den 12. Februar, in einem Pariser Hospital, wo er wegen einer Hepatitiserkrankung behandelt wurde, im Alter von 49 Jahren verstorben ist. "Der Name Rachid Mimouni wird wahrscheinlich mit seinem zweiten Roman Le Fleuve détourné (dt: Der Fluß nahm einen anderen Lauf) verbunden bleiben, ohne Zweifel sein literarisch weitreichendstes und politisch eindringlichstes Werk, das ihn auch außerhalb  Algeriens berühmt machte". (...)
(Le Monde, ÜF: J.K.)
13. März
1995
Kofi Awoonor, ghanaischer Schriftsteller engl. Sprache, wird 60 Jahre alt.
25. März
1995
Der marokkanische Schriftsteller Mohamed Choukri wird 60 Jahre alt.
Berühmt wurde Choukri durch seine Biographie Das nackte Brot, die er
 Paul Bowles auf Spanisch diktierte. Dieser übersetzte das Skript 1973 ins Amerikanische u. 1980 übersetzte  Tahar Ben Jelloun ihn ins Französische.
30. März
1995
"Zwei des Attentats auf den ägyptischen Literaturnobelpreisträger  Nagib Machfus für schuldig befundene Islamisten, sind gestern in einem Kairoer Gefängnis hingerichtet worden."
Gemäß Beweislage hatten Nadji Mustafa und Muhammad Mahlawi den 83jährigen Schriftsteller am 14. Oktober attakiert und durch Stiche in den Hals schwer verletzt. Ihre Handlung sei religiös motiviert gewesen; sie warfen Machfus Gotteslästerung vor. "Der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak, dem allein das Recht auf Begnadigung zusteht, hatte die Urteile im vergangenen Monat nochmals bekräftigt." Damit habe sich die Zahl der in  Ägypten hingerichteten radikalen Islamisten auf 46 erhöht." (taz/AP)
6. April
1995
John Pepper Clark, nigerian. Dramatiker engl. Sprache, wird 60 Jahre alt.
23. April
1995
An diesem Sonntagmorgen wird in dem Dorf Nkolfané, am westlichen Stadtrand der kamerunischen Hauptstadt Jaunde der 1930 geborene Jesuitenpater, Historiker und Dichter frz. Sprache Engelbert Mveng ermordet aufgefunden.
Von der UNESCO zum "Welttag des Buches und des Urheberrechts" erklärt. Es ist Todestag von Cervantes und von Shakespeare.
24. April
1995
Zwischen der Regierung von Niger und Tuareg-Rebellen wird ein Friedensvertrag unterzeichnet, der unter maßgeblicher Beteiligung von Mano Dayak entstanden ist.
27. April
Anlässlich des Jahrestages des Inkrafttretens der neuen südafrikanischen Verfassung, die das Ende der Apartheid markierte, erscheint in Pretoria  André BrinkTagebuch 27 April 1995: one year later (27. April 1995: ein Jahr später).
3. Mai
1995
Zum Tag der Pressefreiheit zitiert die tageszeitung die kritische Stimme der südafrikanischen Nobelpreisträgerin  Nadine Gordimer:
"Eine schockierende Anzahl von Schriftstellern wurde 1994 verfolgt, beleidigt und eingekerkert. Die Freiheit des Wortes wurde in ihrer Verkörperung aus Fleisch und Blut angegriffen. Ein verfolgter Schriftsteller aber steht auf allen Listen der vergangenen fünf Jahre: Salman Rushdie.
...Kürzlich hat die norwegische Regierung ihren Botschafter aus dem Iran zurückgerufen. Und der Ministerrat der Europäischen Union hat die Fatwa kollektiv verurteilt." (taz)
26. Mai
1995
"Ein leidenschaftlicher Ruf aus einem nigerianischen Gefängnis".
So betitelt die südafrikanische Wochenzeitung Mail & Guardian einen Brief des  nigerianischen Schriftstellers und Umweltaktivisten Ken Saro-Wiwa, der diesen der Redaktion aus einem Militärhospital seines Landes zukommen ließ.
mehr dazu · (Mail & Guardian, ÜE: J.K.)
14. Juni
1995
  Wenige Wochen vor seinem 48. Geburtstag stirbt der kongolesische Erzähler und Dramatiker Sony Labou Tansi in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, an Aids.
Nach dem Studium arbeitete er als Lehrer und schrieb erste Theaterstücke. 1979 gründete er in Brazzaville das Rocado Zulu Théàtre. Für seinen Roman La Vie et demie ** (1979, dt: Verschlungenes Leben, Zürich 1981) wurde ihm der Prix Spécial du Festival de la Francophonie verliehen. Auch sein Roman L'Anté-Peuple (1983, dt: Die tödliche Tugend des Genossen Direktor, 1985) wurde preisgekrönt: Grand Prix Littéraire de l'Afrique Noire. Weitere Werke:
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Sony Labou Tansi
Die heillose Verfassung
I. Romane:
L'État honteux (1981, dt: Die heillose Verfassung, 1984)
Les sept solitudes de Lorsa Lopez (1985, Die sieben Solitüden des Lorsa Lopez)
Les Yeux du Volcan (1988, Die Augen des Vulkans)
Le Commencement des douleurs (1995, Der Beginn der Schmerzen)
II. Dramen:
Moi, veuve de l'empire (1987, Ich, die Witwe des Imperiums)
Qui a mangé madame d'Avoine Bergotha (1989, Wer hat Madam d'Avoine Bergotha verspeist)
La Résurrection rouge et blanche de Roméo et Juliette (1990, Die rote und die weiße Wiederauferstehung von Romeo und Julia)
Une chouette petite vie bien osée (1992, Eine kleine Eule lebt sehr gewagt)
Théâtre complet, 2 Bde (1995)
Antoine m'a vendu son destin (1997, Antoine hat mir sein Schicksal verkauft)
28. Juni
1995
Der in  Sierra Leones Hauptstadt Freetown geborene Schriftsteller  Syl Cheney-Coker wird 50 Jahre alt. Der Sohn christlich-kreolischer Eltern wurde zunächst als Lyriker bekannt, landete allerdings mit seinem ersten Roman The Last Harmattan of Alusine Dunbar (dt: Die Nubier), 1990, einen Sensationserfolg. Die groß angelegte Familiensaga, die mit dem Commonwealth Writers Prize ausgezeichnet wurde, reicht von vorkolonialer Zeit bis in die 70er Jahre des 20. Jh. hinein.
8. Juli
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In Paris stirbt der kongolesische Journalist, Schriftsteller und Musiker Sylvain Ntari-Bemba.
Seine redaktionelle Arbeit begann Bemba bei der Wochenzeitung La Semaine africaine (Afrikanische Woche), die in Brazzaville erschien. Über dreißig Jahre lang war er dort tätig. Ebenso arbeitete er bei der ersten kongolesischen Literaturzeitschrift Liaison mit.
Zu Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit verfasste Bemba Kurzgeschichten, in denen er das Leben kongolesischer Normalbürger unter die Lupe nahm. Für die Kurzgeschichte La Chambre noire (Der dunkle Raum) wurde er 1963 mit dem Prix de la nouvelle littéraire ausgezeichnet; publiziert wurde diese im Januar 1964 im Magazin Preuve Nr. 155.
Überwiegend veröffentlichte Bemba seine literarischen Werke unter der Namenskurzform Sylvain Bemba, benutzte jedoch auch die Pseudonyme Martial Malinda und Belvain Michel. Neben vier Romanen publizierte er die erwähnten Kurzgeschichten sowie Theaterstücke und ein Buch zur Musikgeschichte des Landes.
Im Mittelpunkt seines Romans Le Dernier des cargonautes (Der Letzte der Cargonauten) steht ein gewisser Emmanuel Mung'Undu, der mit den moralischen Werten, die sein Vater verkörperte und die von der Zivilisationskrise in der heutigen Welt herausgefordert werden, bricht. Er geht mit einem Frachter auf Reisen, um sein Leben in Europa neu zu beginnen. Er trifft auf Emigranten-Arbeiter, eine Gruppe von verschlafenen Männern, die er politisch auf Vordermann zu bringen versucht. Von der Polizei vertrieben und in sein Herkunftsland zurückgekehrt, entschließt sich dieser 'Cargonaut', der die Absolutheit liebt, aus dem Afrika der Städte ins Afrika der Wälder zu entfliehen. Ein Prophet, der mit dem inneren Feuer seiner Klarheit zum Schicksal eines Märtyrers verdammt zu sein scheint.
Bei seinem letzten Roman Leopolis (1987) handelt es sich um eine Allegorie auf das Leben von Patrice Lumumba, dem ersten Premier im unabhängigen Kongo, der 1961 ermordet wurde.
1995 wurde Sylvain Bemba, der in frz. Sprache schrieb, posthum für sein Gesamtwerk mit dem Grand prix littéraire d'Afrique noire ausgezeichnet.
Dass Bemba auch ein Musiker war, der gemeinsam mit seinem Landsmann Matingou Tintina in einer Gruppe namens Rumbamberos in Paris auftrat, ist weniger bekannt. Der dabei vertretene Musikstil entwickelte sich aus dem Soukous-Tanz, einer afrikanischen Variante des Rumba. Bembas künstlerische Beschäftigung mit Musik führte zu der Buchveröffentlichung: Cinquante ans de musique du Congo-Zaïre, 1920 - 1970 (Fünfzig Jahre Musik im Kongo-Zaire 1920 - 1970. Paris 1984).

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Trotz seiner vielfältigen kreativen Betätigung fand Sylvain Bemba noch Zeit am öffentlichen Leben teilzunehmen. Er gehörte den führenden Persönlichkeiten Brazzavilles an. Beeinflusst von antikoloniaien Vordenkern wie Frantz Fanon und Chinua Achebe, engagierte er sich schließlich in der linksgerichteten kongolesischen Arbeiterpartei (Parti Congolese du Travail, PCT) und bekleidete in den 70er Jahren sogar zwei Ministerposten.

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Werke (Auswahl):
Romane:
Rêves portatifs (Tragbare Träume). Lomé 1979
Le soleil est parti parti à M'Pemba (Die Sonne ist nach M'Pemba entschwunden). Paris 1982
Le Dernier des cargonautes (Der Letzte der Cargonauten). Paris 1984
Léopolis. Paris 1987
Theaterstücke:
L'enfer, c'est Orféo (Die Hölle, das ist Orfeo). 1970
L'Homme qui tua le crocodie, tragicomédie (Der Mann, der das Krokodil tötete, Tragikomödie). 1972
Une Eau dormante... (Ein stilles Wasser). 1975
Tarentelle noire et diable blanc (Schwarze Tarantella und Weißer Teufel). 1976
Un Foutu monde pour un blanchisseur trop honnête (Eine verdammte Welt, für einen Geldwäscher zu ehrlich ). 1979
Théâtre (Silex), 1989, beinhaltet:
Les éléphantomes (Die Elephantomen)
La chèvre et le léopard : spectacle réservé aux adultes (Die Ziege und der Leopard: Erwachsenen vorbehaltene Show)
Le m'bulu-n'konko ne chante qu'une fois (Mubulu-n'konko singt nur einmal)
L'étrange crime de Monsieur Pancrace Amadeus (Das seltsame Verbrechen von Herrn Pancrace Amadeus)
1995 : Noces posthumes de Santigone (Posthume Ehen von Santigone)

Quellen:
Vgl. Dictionary of African Biography, Bände 1-6, S. 424f. Bemba, Sylvain von Shannon Oxley
www.lesfrancophonies.fr/BEMBA-Sylvain
fr.wikipedia.org.

zeit
los
Afrikanische und arabische Sprüche und Weisheiten:

21. Juli
1995
Die ivorische Schriftstellerin Véronique Tadjo wird 40 Jahre alt.
15. September
1995
Die beninische Schriftstellerin frz. Sprache Adelaïde Fassinou wird 40 Jahre alt.
November
1995
Für ihre Granada-Trilogie wird die  ägyptische Schriftstellerin Radwa Ashour mit dem ersten Preis der - ersten - Buchmesse für arabische Autorinnen in Kairo ausgezeichnet. Alle drei Romane - Granada, Manama und Al-Rahil (Die Abreise) spielen um das Jahr 1492 herum, als das Ende der arabischen Vorherrschaft in Andalusien sich abzuzeichnen beginnt.

Mit dem zweiten Preis wird die algerische Romanschriftstellerin Ahlam Mosteghanemi für Dhakirat al-Jasad (Das Gedächtnis des Leibes) geehrt. Der erste in Arabisch geschriebene Roman einer Algerierin handelt von einer Liebesgeschichte vor dem Hintergrund politischer Kämpfe und anschließendem Exil.

Der dritte Preis ging an die irakische Schriftstellerin
Bouthaina al-Nasiri mit ihrem Erzählband Watan Akhar (Ein anderes Heimatland).
1. November
1995.
Die taz berichtet, dass der alternative Nobelpreisträger Ken Saro-Wiwa gestern in  Nigeria mit drei Mitstreitern zum Tode verurteilt worden ist. So verhindere das Militärregime den Kampf gegen die Ölkonzerne um das ölreiche Ogani-Land im Niger-Delta ...
Dazu der Literaturnobelpreisträger  Wole Soyinka, den die taz zitiert: "Abacha wird erst zufrieden sein, wenn er alles zerstört hat, was er geistig nicht fassen kann." (taz)
6. November
1995
"Hamburg (dpa) - Die südafrikanische Literatur-Nobelpreisträgerin  Nadine Gordimer fordert Sanktionen gegen Nigeria, um das Regime von der Vollstreckung des Todesurteils gegen den Autor Ken Saro-Wiwa abzubringen." (taz)
9. November
1995
Bestätigung des Todesurteils gegen Ken Saro-Wiwa durch das nigerianische Militärregime trotz weltweiter Proteste.
"Die nigerianische Militärjunta scheint fest entschlossen, der Opposition im Lande das Genick zu brechen: Am Mittwoch hat das Regime das Todesurteil gegen den Schriftsteller Ken Saro-Wiwa einstimmig bestätigt ... Das Todesurteil gegen Saro-Wiwa ... war weltweit scharf kritisiert worden..." Die taz nennt die Menschenrechtsorganisationen amnesty international und Human Rights Watch Africa, den Börsenverein des deutschen Buchhandels, außerdem "zahlreiche Schriftstellerkollegen, darunter der nigerianische Nobelpreisträger  Wole Soyinka. Ken Saro-Wiwa war unter fadenscheiniger Beweislage des Mordes an vier Mitstreitern des Mosop beschuldigt worden. Zwei Belastungszeugen gaben später an, sie seien bestochen worden." (taz)
11. November
1995
Trotz weltweiter Proteste sind am gestrigen Freitag, so die Berliner Zeitung, "neun zum Tode verurteilte Vertreter der Ogoni-Minderheit in  Nigeria (...) hingerichtet worden, darunter auch der Autor und Bürgerrechtler Ken Saro-Wiwa. Das Urteil ist um 11.30 Uhr MEZ im Gefängnis von Port Hartcourt vollstreckt worden. Die Bundesregierung nahm die Nachricht mit Entsetzen und Bedauern auf." (Berliner Zeitung)
14. November
1995
Die tageszeitung dokumentiert eine Erklärung des Internationalen Schriftstellerparlaments zum Todesurteil gegen den  nigerianischen Schriftsteller Ken Saro-Wiwa ...
mehr dazu 
· (taz)
22.. November
1995
Foto - Khair-Eddine
Khair-Eddine
Der marokkanische Dichter und Romancier frz. Sprache  Mohammed Khaïr-Eddine ist am 18. November in Rabat an den Folgen einer Krebserkrankung im Alter von 54 Jahren gestorben. Dies berichtet die frz. Tageszeitung Le Monde. Khaïr-Eddine war 1993 endgültig nach Marokko zurückgekehrt, "als hätte er die Schwere seiner Krankheit begriffen". Klein und untersetzt, sei der Schriftsteller gewesen, so der Bericht, "sein Handgriff so sicher wie sein Wort, in seinem Blick hatte er permanent eine herausfordernde Haltung, als würde er seinen Gesprächspartner abmessen, aber er konnte sich auch, eine Zigarette in einer Hand, ein Glas Wein in der anderen, hitzig zeigen."
1941 in Tafraout geboren, absolvierte Khaïr-Eddine das Gymnasium in Casablanca, arbeitete eine Zeitlang in öffentlicher Funktion, aber sehr bald war er wie besessen vom Dämon des Schreibens. "Den lässigen Stil und die Armseligkeit des Ausdrucks gewisser Schriftsteller" habe er nicht genug geißeln können. "Es ist wahr, dass ‚le Khaïr', wie seine Freunde ihn nannten, selbst über einen unerhörten Reichtum an Vokabular verfügte". (...) · (Le Monde, ÜF: J.K.)
24. November
1995
 Nuruddin Farah, somalischer Schriftsteller, wird 50 Jahre alt.
15. Dezember
1995
Foto - Mano Dayak
Mano Dayak
Mano Dayak, der Tuareg-Führer, stirbt bei der Explosion des Flugzeugs, das er kurz vorher - auf dem Weg zu Friedensverhandlungen mit der nigerischen Regierung in Niamey - bestiegen hat.
Beide Bücher Mano Dayaks sind in deutscher Sprache erst nach seinem Tod erschienen:
Die Tragödie der Tuareg, 1996
Geboren mit Sand in den Augen, Autobiografie, 1997
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Anmerkungen:
* inkl. arabischer Raum
**Der Roman La Vie et demie (1979, dt. Verschlungenes Leben, 1981) wurde
in die Liste  "Africa's 100 best books of the 20th Century" aufgenommen. Die Bestenliste entstand auf Betreiben der Zimbabwe International Book Fair und kürte nach einem Jahre währenden Auswahlverfahren im Jahre 2002 die 100 besten Werke.
ÜE: J.K. --> Übersetzung aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus dem Französischen: Janko Kozmus ©

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Quellen:

.. .. Sach- und Personenregister
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