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ÄGYPTEN II |
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RELIEFS |
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Ich
war nie in Esna
Vom Reisen in Ägypten
zur Jahrtausendwende
* * *
Reise nach Ägypten:
Geschichten fürs
Handgepäck
Gamal al-Ghitani
THE MAHFOUZ-DIALOGS
in engl. Übersetzung
Der Prototyp und Klassiker des historischen ägypti- schen
Romans. Stimmig auf allen Ebenen, atmos- phärisch dicht
und in der Behandlung von macht- und sozialpolitischen
Fragen auch im höchsten Grade politisch präsentiert sich
dieses im 19. Jh. geschriebene, im Alten Ägypten handelnde
Buch des Polen Boleslaw Prus. Von der ersten bis zur letzten
Seite Spannung pur im virtuos entfalteten "Spiel"
der Intrigen um die absolute Macht.
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| CHRONIK |
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Zur Sozial- und Literaturgeschichte
Afrikas* |
| von
innen und außen |
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| ÄGYPTEN(Teil
II: 2001 bis heute) |
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| 30.
Juli |
2001 |
"Klage
wegen Glaubensabfall gegen El Saadawi abgewiesen"
Im April war die Schriftstellerin →
Nawal El Saadawi von
dem fundamentalistischen Anwalt Nabih El-Wahsh des Glaubensabfalls
angeklagt worden. Ihr drohte die Zwangsscheidung von ihrem Ehemann
Sherif Hetata, da ein gläubiger Muslime nicht mit einer
der Apostasie für schuldig befundenen Frau verheiratet
sein darf. Der Fall löste - insbesondere bei Menschenrechtsorganisationen
- nationale und internationale Beachtung aus. Die Klage wurde
heute von dem zuständigen Gericht in Nord-Kairo abgewiesen.
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| 13.
Juni |
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In der Rubrik At a glance bringt die englischsprachige
Ausgabe der halbamtlichen Kairoer Zeitung Al-Ahram mehrere
Kurzkritiken zu Neuerscheinungen aus dem Bereich Belletristik
aus dem eigenen sowie aus anderen arabischen Ländern, u.a. wird
das Buch: Al-Nubi (2001, Der Nubier) vom nubischen Autor
Idris Ali vorgestellt:
Wie andere nubische Schriftsteller würde auch Idris Ali seinen
Fokus auf die Zeit der 60er Jahre richten, als die Nubier während
des Baus des Assuan-Staudamms aus ihrem Heimatland evakuiert
wurden. Das Thema der drei Kurzgeschichten und der beiden Romane
in diesem Buch konzentriere sich immer wieder auf diese Erfahrung
und liefere eine "namentlich tiefere und befriedigendere Beschreibung"
davon. Einige von Idris' früheren Werken litten unter einem
schrillen Ton, der in Al-Nubi aber nicht zu finden sei,
ein Werk, das "schön strukturiert und fein ausbalanciert" sei.
Dies sei ein Roman, der einlade zum Vergleich mit dem klassischen
Werk des nubischen Romanciers Mohamed Khalil Qasim: Al- Shamandoura.·
(Al-Ahram, ÜE:
J.K.) |
19.
Dezember

in
engl. Spr.
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2002 |
Unter dem Titel "Ibn
Chalduns Auferstehung" berichtet die ägypt.
Wochenzeitung Al-Ahram vom diesjährigen Gewinn der
→ Nagib
Machfus
Medaille für Literatur, die von der Amerikanischen Universität
Kairo gestiftet wird. Der Preis geht an den marokkan. Romancier
Bensalem Himmich für seinen Roman Al-Allama (The
Polymath), der im Original 1997 in Beirut und 2001 in Rabat
veröffentlicht worden ist. "Al-Allama ist die
fiktive Biographie →
Ibn
Chalduns, des berühmten Gelehrten des 14. Jahrhunderts;
sie rekonstruiert dessen persönliches und intellektuelles
Universum, fokussiert auf die in Ägypten und
→ Syrien
verbrachten Jahre." ... · (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.) |
| 25.
August |
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Die
algerische Tageszeitung El Watan berichtet über
rituelle Klitorisbeschneidung in Ägypten ...
→
mehr dazu
(El Watan, ÜF:
J.K.) |
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Ägypter,
Muslime und Christen gleichermaßen strömten in
Scharen ins Kino, um Mel Gibsons Blockbuster The Passion
zu sehen; für die ägyptische Wochenzeitung Al-Ahram
Weekly findet Gihan Shahine heraus, warum.
→
mehr
dazu · (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.)
|
September

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2004 |
Anlässlich der Frankfurter Buchmesse, die als Ehrengast
die "Arabische Liga" geladen hat, erfolgt eine Vielzahl
von Buchveröffentlichungen arabischer Autoren. Das Jugendbuch
Der König der Dinge des →
ägyptischen
Schriftstellers Tarik A. Bary ist eines davon.
Der Autor, der seit 1983 als freier Schriftsteller und Übersetzer
tätig ist, studierte Germanistik, Anglistik und Arabistik
in Kairo und in Münster. Nach der Promotion an der Kairoer
Ain Schams Universität ist er dort als Assistant Professor
tätig.
Der König der Dinge ist ein Schüler namens
Karim, der neu in ein Internat kommt, in dem drei Schüller
rücksichtslos die anderen beherrschen. Karims Fähigkeit,
mit den Dingen zu reden, ändert die Situation grundlegend. |
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"Echos
‚Vom Land' - Polizei sieht sich neuen Foltervorwürfen in
der Ortschaft Sarandu gegenüber".
Unter diesem Titel berichtet Mustafa El-Menshawy für die
englischsprachige Online-Wochenausgabe der halbamtlichen ägyptischen
Zeitung Al-Ahram über Repressionen der Polizei im
Zusammenhang mit Landstreitigkeiten.
→
mehr
dazu · (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.) |
| 14.
Juli |
2005 |
In
einer Pressemitteilung -
Statement Concernig my decision not to stand for the presidential
election - erklärt die Schriftstellerin, Ärztin
und Feministin → Nawal El Saadawi,
nun doch nicht für die Präsidentschaftswahl zur Verfügung
zu stehen. Allein ihre Ankündigung, kandidieren zu wollen,
hatte in Ägypten einigen Staub aufgewirbelt. |
zeit
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los |
Arabische Sprüche und Weisheiten:
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| 4.
Mai
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In der Kolumne "Dialogues
of Naguib Mahfouz" mit Mohamed Salmawy in
der halbamtlichen ägyptischen Zeitung Al-Ahram
(Weekly) äußert sich → Nagib
Machfus kritisch gegenüber der Regierung des Landes.
Vor dem Hintergrund des Welttages der Pressefreiheit am 3.
Mai und aktueller Vorfälle in Ägypten, einmal der
Angriff eines Mannes auf Betende in einer Moschee und zum
Anderen das Verhalten von Sicherheitskräften, die einen
Richter attackierten, wurde der Nobelpreisträger von
Salmawy u.a. gefragt, was seiner Meinung nach die Lösung
solcher Probleme sei. Machfus' Antwort: "Die Lösung
liegt jenseits dessen, was die Regierung tun kann. Die Regierung
kann die Situation nicht alleine lösen, weil sie ein
Teil des Problems geworden ist. Was wir benötigen, ist
eine Intervention der Gesellschaft als Ganzes. Im Augenblick
ist die Rolle der Regierung, eine solche Intervention zu erleichtern."
· (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.) |
| 12.
August |
2006 |
"Hassan
Nasrallah in Qena"
Unter diesem irreführenden Titel greift die englischspr.
der Regierung nahe stehende ägypt. Tageszeitung The Egyptian Gazette
eine Kurzmeldung auf, die nach eigener Angabe am Vortage von
der Oppositionszeitung Al-Ahrar gebracht wurde. Danach
habe in der oberägyptischen Stadt Qena eine Frau nach 2
Jahren Ehe Zwillingen das Leben geschenkt. Al-Ahrar gegenüber
habe die Mutter - mit Namen Soha Hamadallah - geäußert,
sie wolle den Hisbollah-Führer ehren, indem sie ein Baby
Hassan und das andere Nasrallah nennen wolle.·
(Egyptian
Gazette,
ÜE:
J.K.). |
| 30.
August |
2006 |
Im
Alter von 94 Jahren stirbt der ägyptische Schriftsteller
→ Nagib Machfus
in einem Kairoer Krankenhaus, in dem er seit Juli behandelt
worden war.
Nagib Machfus war der erste - und bisher einzige arabischsprachige
Autor, der - 1988 - mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
Sein Werk, dessen Publikation mit dem 1939 veröffentlichten
Roman Abat al-aqdar (dt: Cheops; Übersetzung:
Doris Kilias, Zürich 2005), der in pharaonischer Zeit spielt,
ihren Anfang nahm, ist von erstaunlichem Umfang, unglaublicher
Vielfalt und nach überwiegender Meinung der Kritiker von
bestechender Qualität. |
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Vom
"Ende
der Ruhe" berichtet
Mohamed El-Sayed für die englischsprachige Wochenzeitung Al-Ahram
Weekly, vornehmlich aus Shebin Al-Kom, aber auch aus anderen
Gegenden Ägyptens.
Eine
Welle "von beispiellosen Streiks durch aufgebrachte Arbeiter"
sei in der vergangenen Woche über das Land geschwappt.
→ mehr dazu
· (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.) |
| 26.
April |
2007 |
"Ein
Gefühl für nationale Identität"
"Die Zwangsvertreibung der Nubier wird erneut thematisiert",
schreibt Rania Khallaf für die halbamtliche Tageszeitung
Al-Ahram "dieses Mal auf
der Bühne".
→ mehr dazu
· (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.) |
| 1.
November |
2007 |
"Angelegenheiten
des Urteilsvermögens",
überschreibt Mona El-Nahhas ihren Artikel für die halbamtliche
ägyptische Zeitung Al-Ahram. Mit seiner letzten Fatwa,
die immer noch im Fokus der Kontroverse stehe, scheine der
Scheich der Al-Azhar-Universität entschlossen, damit fortzufahren,
die Öffentlichkeit zu schockieren ...
→ mehr dazu
· (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.)
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"Hundertjahrfeiern
und Zensur"
Mahmoud Wl-Wardani berichtet für die englischsprachige
Al-Ahram Weekly über die Aktivitäten der 40. Internationalen
Kairoer Buchmesse.
Vor 40 Jahren, im Januar 1968, schreibt El-Wardani, habe der
damalige Präsident des bedeutendsten Regierungsverlags
die erste Buchmesse Ägyptens oder eigentlich der gesamten
Region organisiert. Die Initiative sei von einigen als Reaktion
auf die Niederlage von 1967 gesehen worden, anstatt sich der
Verzweiflungswelle hinzugeben, die über Ägypten
schwappte, habe El-Qalamawi das Kulturleben des Landes wiedererwecken
wollen. →
mehr
dazu · (Al-Ahram,
ÜE:
J.K.) |
13.
März
|
2008 |
"Der
ägyptische Autor Bahaa Taher wird für seinen Roman Sunset
Oasis mit dem ersten mit US $ 60.000 dotierten Internationalen
Arabischen Preis, dem sog. arabischen Booker-Preis ausgezeichnet".
Neben Taher waren in der Shortlist der ägyptische Autor
Mekkaoui Said mit Swan Song, die libanesischen Autoren
Jabbour Douaihy und May Menassa, mit June Rain
und Walking in the Dust, der jordanische Autor Elias
Farkouh mit Land of Purgatory und der Syrer Khaled
Khalifa mit In Praise of Hate. Angesiedelt ist die
Handlung des Romans Sunset Oasis im 19. Jh., einige
Jahre vor der britischen Okkupation Ägyptens im Jahre 1882.
Sie erzählt die Geschichte eines ägyptischen Polizeioffiziers,
der von seinen britischen Vorgesetzten wegen seines Eintretens
für die einheimischen Nationalisten bestraft wird. (vgl.
Al-Ahram Weekly v. 13.-19.03.2008) |
| 16.
Mai |
2008 |
"Der
ägyptische Autor Alaa al-Aswani wird mit dem ersten Coburger
Rückert-Preis ausgezeichnet",
meldet die Coburger Zeitung Neue Presse.
Die Stadt ehre mit → Alaa
al-Aswani „einen der meistgelesenen arabischen Autoren unserer
Zeit, einen Querdenker, der in humorvoller und tiefgründiger
Weise den Blick auf die zahlreichen Facetten der ägyptischen
Gesellschaft und der arabischen Welt lenkt“, heiße es in der
Verleihungsurkunde. Der mit 7.500 € dotierte Rückert-Preis
verstehe sich, so der Coburger Bürgermeister Norbert Tessmer,
"als Brücke zwischen Orient und Okzident, aber auch als
Ehrung des Dichters und Orientalisten Friedrich Rückert".
(vgl. Neue Presse v. 17.05.2008) |
| 16.
März |
|
Bevor
am Abend des heutigen Tages bekannt gegeben wird, dass der ägyptische
Autor Yusuf Zeydan (auch: Youssef Ziedan)für seinen Roman
Beelzebub mit dem mit US $ 60.000 dotierten
Internationalen Arabischen Preis für Literatur 2009, dem
sog. Arab Booker-Preis ausgezeichnet wird, veröffentlicht
die in Abu Dhabi ansässige, englischsprachige Zeitung The National
ein am Vorabend geführtes Interview von Sayyed Mahmoud
mit dem Philosophen, Romanschriftsteller und Leiter der Bibliotheca
Alexandrina.
Angesiedelt sei die Handlung des Romans Beelzebub (Azazeel)
von Yusuf Zeydan im 5. Jahrhundert in Oberägypten, Alexandria
und Syrien während eines Wendepunktes in der Geschichte
der Christenheit. →
mehr dazu,
·
(The National, Abu Dhabi, ÜE:
J.K.) |
5.
April

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2009 |
In
der Residenz des österreichischen Botschafters in Kairo
stellt der
ägypt. Schriftsteller → Alaa
al Aswani den Roman Cities without Palms (dt: Städte
ohne Dattelpalmen) des in Wien lebenden gebürtigen
Kairoers sudanesischer Abstammung → Tarek
Eltayeb vor:
Protagonist des Romans Städte ohne Dattelpalmen
ist der junge Hamza, der in einem sudanesischen Dorf gemeinsam
mit der Mutter und seinen beiden Schwestern lebt, der Vater
ist abwesend und so fühlt sich Hamza verantwortlich für
die Familie. Auf der Suche nach Arbeit geht er zunächst
in eine nahe gelegene Stadt, dann nach Kairo, schließlich
findet er sich als Illegaler in Europa wieder, nur um irgendwann
desillusioniert in seine Heimat zurückzukehren. |
| |
2009 |
"Ägypten
Furcht wächst angesichts des Anstiegs von vermissten Kindern",
heißt
es in einer Meldung von Adam Morrow und Khaled Moussa für
IPS.
→ mehr dazu,
·
(IPS, ÜE:
J.K.) |
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Anmerkungen:
Quellen
allgemein, siehe → Chronik-Startseite
*
inkl. arabischer Raum
ÜE: J.K. --> Übersetzung
aus dem Englischen: Janko Kozmus ©
ÜF: J.K. --> Übersetzung aus
dem Französischen: Janko Kozmus © |
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Quellen
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Sach-
und Personenregister |
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