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1968
Am 20. Juni wird Miral al-Tahawi in der Provinz Sharqiya
in Ägypten
geboren. Sie wächst als jüngstes Kind von sieben Geschwistern
in einer sesshaften Beduinenfamilie auf. Der Vater ist Chirurg. |
| 1980er
- 1991
Studium der Arabischen Literaturwissenschaft an der Zagazig
Universität.
Aktivitäten in einer islamischen Bruderschaft.[1]
Publikation
von Artikeln in "Al-Liwa al-Islami" (Die islamische
Fahne)[2].
Akademischer Abschluss: Bachelor of Arts. |
| 1990er
Arbeit als Dorfschullehrerin, gleichzeitig Besuch von Kursen
an der Universität von Kairo. |
| 1995
Reem al-barari al-mustahila (Die außergewöhnliche
Steppenantilope), Erzählungen.
Master's Degree in Arabischer Sprache und Literatur an der Universität
von Kairo. Promotion über den "Wüstenroman in
der Arabischen Literatur"
Kurze Tätigkeit als Lehrbeauftragte an der Universität
von Kairo. |
1996
Al-Chiba (dt: Das
Zelt; Übersetzung: Doris Kilias. Zürich
2001), Roman. - Die junge Heldin Muha lebt in einer Welt von Frauen
und erschafft sich ihre eigene Phantasiewelt. Bald kann sie Realität
und Phantasie nicht mehr trennen.
Auszeichnung "Bester Ägyptischer Roman des Jahres"
für Das Zelt. |
1998
Al-Badhingana az zarqa' (dt: Die blaue Aubergine; Übersetzung:
Doris Kilias. Zürich 2002), Roman.- Die Geschichte von Nada,
deren blau angelaufenes Gesicht bei der verfrühten Geburt
ihr von der Familie den Spitznamen Die blaue Aubergine
einbringt. Große Hoffnungen setzen die Eltern ihn sie. Unterschiedlich
wie die Erwartungshaltung von Vater und Mutter ist die Ausrichtung
der jungen Nada. Einerseits romantisch-traditionelle Vorstellungen
von Liebe, das Tragen des Schleiers und das Sympathisieren mit
Islamisten, gleichzeitig das Verfassen einer Doktorarbeit über
die Unterdrückung der arabischen Frau. Neben Teilen daraus,
die im reizvollen Widerspruch zur häufig poetischen Ausdrucksweise
von Miral Al-Tahawi stehen, fließen auch tagebuchartige
Aufzeichnungen in den Roman ein, in denen die Autorin - für
ägyptische Verhältnisse - freizügig über die
Problematik der weiblichen Identität und Sexualität
berichtet.
Heirat mit dem ägyptischen Dichter und Journalisten Ahmad
al-Sahawi. |
2000
Ägyptischer Förderpreis für Literatur (als erste
Autorin) für Die blaue Aubergine.
Geburt eines Sohnes. |
2002
Naqarat al-ziba (dt: Gazellenspuren; Übersetzung:
Doris Kilias. Zürich 2006), Roman. - Die Geschichte von Muhra,
die in einer Familie lebt, die an vergangenen Traditionen in einer
sich verändernden Welt festhält.
Ausgezeichnet als Beste Schriftstellerin der 34. Kairoer
Buchmesse. |
2003
Lesereisen in Ägypten
und Deutschland.[3]
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Miral al-Tahawi lebt abwechselnd in Kairo und in ihrem Heimatdorf.
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"Ich brauchte lange um zu erkennen, dass mir das Schreiben
die Möglichkeit gab, Fragen zu stellen, meine Ängste
auszudrücken, meine Seele und ihre Verletzungen zu ergründen
und diesen Prozess mit anderen zu teilen." Al-Tahawi über
Al-Tahawi |
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| 1)
Als Mitglied der Bruderschaft trägt Miral al-Tahawi einen
Schleier und unterstützt deren Ziele, die sich gegen Korruption,
Unterdrückung und Kolonialismus richten. Später distanziert
sie sich von dieser Bewegung. |
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2) Der Herausgeber
der Zeitschrift "Die islamische Fahne" sammelt die Artikel
von Miral al-Tahawi und bringt sie unter dem Titel "Mudakkirat
imra'a islami" ("Memoiren einer islamischen Frau")
heraus. |
| 3)
Gemeinsam
mit der deutsch-kroatischen Schriftstellerin Marica Bodrozic,
ihrer Partnerin im Rahmen des Projekts "West-Östlicher
Diwan", initiiert von "Berliner Festspiele" und
"Wissenschaftskolleg zu Berlin (Arbeitskreis Moderne und
Islam)". |
| Wichtigste
Quelle neben dem Internet: KLfG (Kritisches
Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition text+kritik) |
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| Miral
al-Tahawis deutschspr. Verlag: Unionsverlag |
| Schreiben
als Autobiografie der Seele oder Ist Schreiben eine angemessene
Alternative zur Verzweiflung? v. Miral al-Tahawi |
| Out
of the tent and into the harem quarters, Rezension des
Romans "The Tent" v. Nur Elmessiri v. 06.08.1998 in
Al-Ahram |
| Interview
mit Miral al-Tahawi v. Ihab al-Hadari |
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KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition
text+kritik) |
| 2004-2009
© by Janko Kozmus |
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Die Spielgefährtin (zu: Das Zelt) |
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Alaa al Aswani |
Gamal al-Ghitani |
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Nagib Machfus
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Nawal El Saadawi
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Mustafa Zikri
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