NGUGI
WA THIONG'O (*1938) |
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| 1938
Am 5. Januar als Sohn einer traditionellen Kikuyu-Bauernfamilie[1]
in Kamirithu (Limuru), Kenia,
geboren und auf den Namen James (Ngugi) getauft.
1946
Besuch der Kamandora-Missionsschule in Limuru.
1947
Wechsel zur Manguo-Maringa-Schule[2].
1952
Die in diesem Jahr ausbrechenden Mau-Mau-Aufstände
gegen die britische Kolonialmacht erzwingen eine teilweise
Unterbrechung der schulischen Ausbildung. |
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1955
Wechsel zur Alliance High-School Kikuyu. |
| 1959-64
Studium am Makerere College in Kampala, der Hauptstadt
Ugandas, das in diesem Zeitraum - am 09.101962 -, wie auch Kenia
- am 12.12.1963 - unabhängig wurde.- |
1962
Juni - Teilnahme an der von dem südafrikanischen Schriftsteller
Ezekiel Mphahlele organisierten ersten African Writers Conference
am Makarere College der Universität von Kampala, Uganda,
bei der Wole
Soyinka den Begriff der Tigritude prägen
wird.
Auszeichnung für das Theaterstück The Black Hermit
(Der schwarze Eremit) bei den ugandischen Unabhängigkeitsfeiern
im Oktober in Kampala. |
1964[3]
Studienabschluss in Kampala mit B.A. für Englische Literatur
und Wechsel nach Leeds, Großbritannien.
Weep not, child[4]
(dt: Abschied von der Nacht, Übersetzung: Klaus Schultz,
Berlin, DDR 1969 u. Wuppertal 1986), Roman, London 1964; Taschenbuchausgabe:
London, Ibadan, Nairobi 1964. |
1965
The River Between (dt: Der Fluß dazwischen,
Übersetzung: Karl Heinrich, Berlin, DDR 1970), Roman. London
1965; Taschenbuchausgabe: London, Ibadan, Nairobi 1965.- Symbolisch
durch den Fluss getrennt sind zwei Liebende, Angehörige christlicher
und traditionell afrikanischer Werte.
Herausgeber der Zeitschrift Zuka (Aufbruch). |
1966
Ausgezeichnet mit dem Preis des East African Literature Bureau
beim Negro Arts Festival in der senegalesischen Hauptstadt
Dakar für den Roman Abschied von der Nacht. |
1967
Zweiter Studienabschluss mit B.A.
A Grain of Wheat (dt: Preis der Wahrheit, Übersetzung:
Klaus Schultz, Berlin, DDR 1971 und Freiheit mit gesenktem
Kopf, Übersetzung: Klaus Schultz. Olten, Freiburg/Br.
1979), Roman, London 1967; Taschenbuchausgabe: London, Ibadan,
Nairobi 1968.
Ausgezeichnet mit dem Staatspreis für Literatur durch Jomo
Kenyatta. |
1967-69
Dozentur für Englische Literatur am Nairobi University
College, die er aus Protest gegen staatliche Eingriffe in
den Lehrplan ablegt. |
1968
The Black Hermit (dt: Der schwarze Eremit, Übersetzung:
Helmut Heinrich, in: Der Löwe und die Perle, Vier
Dramen. Berlin, DDR 1973), Drama. |
1970
Ab Juli einjährige Gastprofessur an der Northwestern
University in Evanston, USA.
This Time Tomorrow, enthält drei Stücke: This
Time Tomorrow (dt: Morgen um diese Zeit, Übersetzung:
Hans Joachim Schädlich, in: Stücke Afrikas, Joachim
Fiebach (Hg.), Berlin, DDR 1974), The Rebels (Rebellen) und The
Wound in the Heart (Verwundetes Herz). |
1971
Fachbereichsleitung Englische Literatur an der Universität
von Nairobi. |
1972
Homecoming: Essays on African and Caribbean Literature, Culture,
and Politics (Zurück zum Ursprung, Aufsätze, Essays
über afrikanische und karibische Literatur, Kultur und Politik),
London, Ibadan, Nairobi 1972 |
1973
Ausgezeichnet mit dem Lotus-Preis für Literatur.
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1975
Secret Lives, and Other Stories (dt: Verborgene Schicksale,
Übersetzung: Ruth Krenn. Berlin, DDR 1977; Neuübersetzung:
Dagmar Heusler, Ruth Krenn. Ffm 1982, ohne die von Ngugi zurückgenommenen
Erzählungen: Der Mngumobaum, Und der Regen kam,
Der Dorfpriester.) |
1976
James Ngugi legt seinen christlichen Vornamen ab und nennt
sich fortan Ngugi wa Thiong'o, Ausdruck traditioneller
Orientierung am Vatersnamen: Thiong'o wa Nducu.
Vorsitz des Cultural Committee of the Kamiriithu Community
Educational and Cultural Centre, welches auch ein öffentliches
Theater betrieb.
The Trial of Dedan Kimathi (Der Prozeß Dedan Kimathi),
gemeinsam mit Micere Githae Mugo, London, Nairobi, Ibadan 1976;
Taschenbuchausgabe: London, Nairobi, Ibadan, Lusaka 1977. |
| 1977
Am 31. Dezember wird Ngugi wa Thiong'o wegen des subversiven
Inhalts seiner Schriften[5]
verhaftet und ins Hochsicherheitsgefängnis Mamiti Maximum
Security Prison verbracht, "sein" Institut wird
für 4 Monate geschlossen, "seine" Bibliothek
von linken Schriften "gesäubert".
Petals of Blood[6]
(dt: Land der flammenden Blüten, Übersetzung:
Josef Zimmering, Berlin, DDR 1980 und Verbrannte Blüten,
Übersetzung: Susanne Köhler, Wuppertal 1981), Roman.
London, Nairobi, Ibadan, Lusaka 1977; Taschenbuchausgabe: London,
Nairobi, Ibadan, Lusaka 1977.- Im Mittelpunkt des vielschichtigen
und umfangreichen Romans steht die Aufklärung eines Dreifach-Mordes
an Nutznießern der neokolonialen Ordnung. |
| 1978
Ohne Gerichtsverfahren wird Ngugi wa Thiong'o am 12. Dezember
im Zuge einer Generalamnestie zum Amtseintritt von Arap Moi
freigelassen.[7]
|
1980
Ngaahika ndeenda (Ich heirate, wann ich will; engl: I
Will Marry When I Want, Übersetzung: Ngugi wa Thiong'o,
Ngugi wa Mirii. London, Nairobi, Ibadan 1982), Drama, gemeinsam
mit Ngugi
wa Mirii. London, Nairobi, Ibadan 1980; Taschenbuchausgabe:
London, Nairobi, Ibadan, Lusaka 1982.
Caitaani mutharaba-Ini (dt: Der gekreuzigte Teufel;
Übersetzung: Susanne Koehler. Ffm 1988; engl: Devil on
the Cross, Übersetzung: Ngugi wa Thiong'o. London, Nairobi,
Ibadan 1980). London, Nairobi 1980. |
1981
Detained. A Writer's Prison Diary (dt: Kaltgestellt.
Gefängnistagebuch. München 1991). London 1981.
Writers in Politics (Schriftsteller und Politik). Essays.
Education for a National Culture (Bildung für eine
Nationalkultur). London. |
| 1982
Maitu Njugira (Mutter, sing für mich; engl: Mother,
Sing For Me), gemeinsam
mit Ngugi wa Mirii. Limuru 1982.
Auslandsreise, von der Ngugi wa Thiong'o nicht mehr in die Heimat
zurückkehrt; Exil in London. |
1983
Barrel of a Pen: Resistance to Repression in Neo-Colonial Kenya.
Ausgezeichnet mit dem Noma Children's Book Award (1983) |
1986
Decolonising the Mind: The Politics of Language in African
Literature. London 1986; Portsmouth 1986.
Writing against Neo-Colonialism.
Njamba Nene na Mbaathi i Malhagu (engl: Njamba Nene
and the Flying Bus), Kinderbuch.
Matigari (engl: Matigari, Übersetzung: Wangui
wa Goro, Oxford 1989, Harare 1990; Trenton 1998; dt: Matigari.
Wuppertal), Roman.- Am Ende des Unabhängigkeitskampfes
muss die Hauptfigur Matigari ma Njirngi - wörtlich: der Patriot,
der die Kugeln überlebte - feststellen, dass sich nicht viel
verändert hat. Obwohl Matigaras weiße Gegner besiegt
sind, kontrollieren ihre Söhne die Situation in einem nicht
genannten afrikanischen Land, das er schließlich, auf der
Suche nach Gerechtigkeit und Wahrheit, bereist. Am Ende kehrt
er zu den Anfängen zurück, indem er die vorher vergrabenen
Waffen wieder ausgräbt. |
1988
Njamba Nene na Chibu King'ang'i (engl: Njamba Nene and
the Cruel Chif), Kinderbuch. |
1990
Bathitoora ya Njamba Nene (engl: Njamba Nene's Pistol),
Kinderbuch. |
| 1992
Ausgezeichnet mit dem Paul Robeson Award for Artistic
Excellence, Political Conscience and Integrity. |
1993
Professur für Vergleichende- und Sprachwissenschaften
am Erich-Remarque-Lehrstuhl an der New York University.[8]
Moving the Centre: The Struggle for Cultural Freedom (dt:
Moving the Centre: Essays über die Befreiung afrikanischer
Kulturen. Münster 1995). London 1993, Nairobi 1993, Portsmouth
1993. |
| 1994
Ausgezeichnet mit dem Gwendolyn Brooks Center Contributor's
Award für Significant Contribution to the Black
Literary Arts. |
| 1996
Ausgezeichnet mit dem Fonlon-Nichols Award [9].
Ausgezeichnet mit dem Distinguished Africanist Award
der New York African Studies Association. |
| 1997
Penpoints, Gunpoints and Dreams: The Performance on Literature
and Power in Post-Colonial Africa. New York. |
2000
Gründung und Herausgabe des Journals Mutiiri in
der Kikuyu-Sprache. |
2001
Ausgezeichnet mit dem italienischen International Ninino Prize
für Moving the centre: The Struggle for Cultural Freedom.
|
2004
Nach 22 Jahren im Exil kehrt Ngugi wa Thiong'o Anfang August
nach Kenia
zurück; der Aufenthalt ist als Teil einer Monate langen Ostafrikareise
geplant.
Tage später werden Ngugi und seine Frau in ihrer Wohnung
in Nairobi überfallen und müssen in ein Hospital eingeliefert
werden.[10]
Vorzeitige Rückkehr in die USA. |
2006
Mûrogi was Kagogo; engl. Übersetzung aus dem
Kikuyu vom Autor selbst: Wizard of the Crow. New York 2006
(dt: Herr
der Krähen; Übersetzung: Thomas Brückner.
München 2011[11]),
Roman.- Die Handlung des Romans ist in die fiktive "Freie
Republik von Aburiria" verlegt, die unschwer als das gesamte
Afrika erkennbar ist. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven
in der oralen Tradition von Ngugis Heimat. -
Ein satirischer Roman mit Biss. . --> zur
Rezension
Am 15. Dezember werden drei der Täter, die Ngugi wa Thiong'o
und seine Frau im August 2004 überfallen haben, zum Tode
durch Hängen verurteilt (siehe Meldung unten).
|
2007
Der Roman Wizard of the Crow wird für den Commonwealth
Writers' Prize nominiert (Shortlist). |
2008
Ende Dezember 2007 finden in Kenia Präsidentschaftswahlen
statt. Als größter Herausforderer des amtierenden Präsidenten
Mwai Kibaki vom Kikuyu-Volk gilt Raila Odinga vom Volk der
Luo. Als Tage später Mwai Kibaki zum Sieger erklärt
und unverzüglich vereidigt wird, sprechen Oppositionelle
in Kenia wie auch internationale Wahlbeobachter von Wahlfälschungen.
In der Folge kommt es zu massiven Ausschreitungen zunächst
in Nairobi, später im ganzen Lande mit Hunderten von Toten
und Tausenden von Vertriebenen. In einem (Mail-)Interview äußert
Ngugi, dass bei den Auseinandersetzungen "ethnische Gefühle"
eine Rolle spielen, die von den Millionärseliten, die um die Macht
kämpfen, aufgepeitscht wurden".[12]
Ausgezeichnet mit dem Grinzane-Cavour-Literaturpreis
im Bereich Literarisches Erbe.[13]
Wizard of the Crow wird mit dem finnischen Tähtifantasia
Award für den besten ausländischen Roman im Bereich
Fantasy des Jahres 2007 ausgezeichnet. |
2009
Nominiert für den alle zwei Jahre verliehenen und mit 60.000
britischen Pfund dotierten Man Booker International Prize
für das Gesamtwerk.[14]
Something Torn and New : An African Renaissance,
Essays, die auf seinen 2006 McMillan-Stewart Lektionen in Harvard
basieren. London 2009. |
| 2010
Dreams in a Time of War[15]
(dt: Träume in Zeiten des Krieges. Eine Kindheit;
Übersetzung: Thomas Brückner. München 2010) Autobiografie.
Nairobi und New York 2010. |
| Ngugi
wa Thiong'o lebt in Kalifornien, wo er am International Center
for Writing and Translation an der University of California,
Irvine, Englische und Vergleichende Literaturwissenschaften lehrt
und das Institut leitet. |
| |
|
Vom Zauber der Tradition und ihrer Überwindung (zu:
Herr der Krähen)
|
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| 1)
Zahlreiche Geschwister, wovon ein Bruder Freiheitskämpfer
der Kikuyu war. |
|
2) Der Lehrplan
dieser Schule versuchte britische Schul-Inhalte mit traditionell-bäuerlichen
der Kikuyu-Kultur zu integrieren.- |
| 3)
Nach anderen Angaben schon 1963 und vor dem Wechsel nach Großbritannien
noch kurze journalistische Tätigkeit in Nairobi (bei der
Tageszeitung Daily
Nation). |
4) "Der
erste in engl. Sprache veröffentlichte Roman eines Afrikaners."
Diese ursprüngliche Anmerkung wird nach dem Hinweis einer
Besucherin folgendermaßen korrigiert:
Weep not, child ist der erste bedeutende, in engl.
Sprache veröffentlichte Roman eines Ostafrikaners.
- Vgl. auch den Eintrag in der Encyclopædia Britannica
zu diesem Roman! (09/2008) |
|
5) Den
Ausschlag gab das Theaterstück Ngaahika Ndeenda (Ich heirate,
wann ich möchte) von 1977. |
|
6)
Der erste Roman, in dem nicht mehr der Unabhängigkeitskampf
eines Kolonialvolkes im Mittelpunkt steht, sondern die korrupte
postkoloniale Gegenwart. |
|
7)
Seine Stelle an der Universität in Nairobi sollte er zeit
seines Lebens nicht mehr zurück erhalten. |
| 8)
Beginnend
im selben Zeitraum (oder
ein Jahr später [ungenaue Angaben in den Quellen]) ebenfalls
Dozentur an der Yale University in New Haven. |
| 9)
Von
der African Literature Association
vergebener Preis zu Ehren von BERNARD FONLON and LEE NICHOLS für
besondere Leistungen hinsichtlich Afrikanischer Literatur und
Freier Meinungsäußerung. |
| 10)
Vgl. den Artikel in der Kenya
Times v. 13.08.2004, Übersetzung in der Afrika-Chronik
der Marabout-Seite. |
| 11)
Michael
Bitala schreibt in der Süddeutschen Zeitung zum
Roman Herr der Krähen: "Man mag nicht mehr
aufhören zu lesen, wird neugieriger und neugieriger und beginnt
zu schmunzeln, gar laut zu lachen, so umwerfend komisch sind die
Figuren, die Szenen und dieser ganze Kosmos, der sich nach und
nach entfaltet. Und dieses Vergnügen will gar nicht mehr
aufhören, es zieht sich durch bis zum Schluss".- Vgl.
Michael Bitala: Der Luftballon-Diktator, SZ v. 26.08.11 |
| 12)
Vgl. "Der Aufstand droht,
Kenia um Jahre zurückzuwerfen", Interview mit Ngugi
wa Thiong'o v. Doris
Akrap, in: Jungle-World v. 10.01.2008. - Ngugi wa Thiong'o
stellt eindeutig einen historischen Zusammenhang her, wenn er
weiter sagt: "Die Gegenwart ist vom Kolonialismus und seinen
Nachwirkungen immer noch stark beeinflusst. Es war schließlich
der Kolonialismus, der den Tribalismus als ein Instrument der
Teilung erfunden hat. 'Teile und herrsche' war das Motto aller
Kolonialisten, sei es der Deutschen, der Engländer oder der Franzosen.
Die koloniale Politik der kenianischen und afrikanischen Elite
verfolgt die schlimmsten Traditionen der kolonialen Vergangenheit
weiter. Unglücklicherweise sind es die Armen, die dazu gebracht
werden, die Armen zu bekämpfen.". Auf die Frage, welche Rolle
der Tribalismus unter den städtischen Jugendlichen in Kenia spiele,
antwortet Ngugi: "Tribalismus spielte für den ganz normalen
Kenianer nie eine Rolle. Tribalismus ist ein Mittel der Politik
und der ökonomischen Elite der verschiedenen communities. Es ist
die Elite, die sowohl das Stammesbewusstsein als auch die Feindschaft
unter den verschiedenen ethnischen Gruppen überhaupt erst erzeugt." |
| 13)
Der Grinzane-Cavour-Literaturpreis für Afrika ist
in drei Bereiche aufgeteilt, der Hauptpreis ging an den in England
lebenden, nigerianischen Schriftsteller →
Ben Okri und den
Jung-Schriftsteller-Preis gewann Ondjaki aus →
Angola.
(Siehe auch den ausführlichen Bericht zur Preisverleihung
in der Afrika-Tages-Chronik v. → 27.10.2008)
|
|
14)
Neben
anderen ist auch der →
V.
S. Naipaul, der Nobelpreisträger aus Trinidad Tobago
nominiert. Vor zwei Jahren wurde →
Chinua Achebe mit diesem Preis ausgezeichnet. |
|
15)
Ngugi
wa Thiong'o geht in seinen Kindheitserinnerungen zurück bis
in die Zeit seiner Großeltern, als bei der Berliner Konferenz
von 1885 die Teilung Afrikas beschlossen wurde. Er war das fünfte
Kind der dritten von vier Frauen seines Vaters, die, wie er beschreibt,
eine "starke Allianz geschmiedet" haben und gleichzeitig
eine Individualität beibehielten, die sie "engagiert
erobert" hatten. Dabei war die jüngste Frau Njeri die
unerklärte Verteidigungsministerin, Ngugis Mutter Wanjiku
sei für ihre legendäre Fähigkeit, sich abzuplacken,
geschätzt worden, sie war die Arbeitsministerin, die scheue
Gacoki, sei die Friedensministerin und Wangari, die älteste
Ehefrau, sei die Kulturministerin gewesen. Sie habe Sprichwörter
zitiert, um ihre Ansicht durchzusetzen und am Abend Geschichten
erzählt. Ngugi hat das Buch im Übrigen zunächst
in Kikuyu geschrieben, seiner Muttersprache, er sagt dazu: "In
writing one should hear all the whisperings, all the shouting,
all the crying, all the loving and all the hating of the many
voices in the past, and those voices will never speak to a writer
in a foreign language.". - Vgl. Margaret Busby a.a.O. |
Quellen:
Czernik, Godehard: Ngugi wa Thiong'o, in: KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition
text+kritik)
Margaret Busby, Dreams in a Time of War, By
Ngugi wa Thiong'o, in: The Independent, 26.03.2010 |
| |
|
KBC,
Todesurteil wegen Raub und Misshandlung im Fall Ngugi wa Thiong'o
und Ehefrau, 2006, Afrika-Chronik |
| POLITICAL
DISCOURSE: THEORIES OF COLONIALISM AND POSTCOLONIALISM, Interview
mit Ngugi wa Thiong'o v. Michael Alexander Pozo, [Katholische]
St. Johns University, Queens, New York, Mai 2004. |
| Kenya
Times, Über die Attacke auf den kenianischen Schriftsteller
Ngugi wa Thiong'o und seine Frau, 2004, Afrika-Chronik |
| Daily
Nation, Über Ngugi wa Thiong'os Kamirithu-Theatergemeinschaft,
Afrika-Chronik |
|
"Der
Aufstand droht, Kenia um Jahre zurückzuwerfen", Interview
mit Ngugi wa Thiong'o v. Doris Akrap, in: Jungle-World
v. 10.01.2008 |
|
KLfG
(Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, edition
text+kritik) |
| 2005-2011
© by Janko Kozmus |
| |
Vom Zauber der Tradition und ihrer Überwindung (zu: Herr
der Krähen) |
|
Weitere
Portraits von Autoren aus der Subsahara auf der Marabout-Seite |
|
Binyavanga Wainaina, Kenia |
Meja Mwangi, Kenia |
Chinua Achebe, Nigeria |
Chimamanda Ngozi Adichie, Nigeria |
|
Mongo Beti, Kamerun
|
Shimmer Chinodya, Simbabwe |
|
Tsitsi Dangarembga, Simbabwe
|
|
Amma Darko, Ghana
|
|
Fatou Diome, Senegal
|
Tarek Eltayeb, Sudan |
Buchi Emecheta, Nigeria |
Nuruddin Farah, Somalia |
Tsegaye Gabre-Medhin, Äthiopien |
Abdulrazak Gurnah, Sansibar |
Helon Habila, Nigeria |
Chenjerai Hove, Simbabwe |
Ahmadou Kourouma, Côte d'Ivoire |
Alain Mabanckou, Republik Kongo |
Jack Mapanje, Malawi |
|
Tierno Monénembo, Guinea
|
Patrice Nganang, Kamerun |
Ben Okri, Nigeria |
|
Wole Soyinka, Nigeria
|
Yvonne Vera, Simbabwe |
Abdourahman A. Waberi, Dschibuti/Frankreich |
| |
Daily Nation, Die Gefahr feministischer Literatur, 2011 |
Daily Nation, Mehr Heime am Flughafen von Nairobi abgerissen,
2011 |
Daily Nation, Bericht über eine Befragung zur Sicht der Kenianer
auf verschiedene Länder der Welt, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Südafrikaner
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Süd-Sudanesen
über Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Ruander über
Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Nigerianer über
Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Ghanaer über
Kenia und die Kenianer, 2010 |
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Botsuaner über
Kenia und die Kenianer, 2010 |
The Standard, Herausgeber von The Standard verhaftet,
2008 |
The Standard, Ngugi Wa Mirii stirbt im simbabwischen Exil,
2008 |
Kenya Times, Todesopfer nach Zusammenstößen rivalisierender
Gemeinden, 2007 |
Kenya Times, Statistische Befragung von 2.400 Frauen zum Thema
Sexualität, 2007 |
The Standard, Über die Leiden eines kenianischen Sargmachers,
2006 |
The Standard, Über den niedrigen Entwicklungsstand Kenias,
2006 |
The Standard, Über die korrupteste Institution in Kenia,
2005, Afrika-Chronik |
Kenya Times, Friedensnobelpreis 2004 für die Kenianerin Wangari
Maathai, Afrika-Chronik |
Kenya Times, Über Ngugis Mundarttheorie, Afrika-Chronik |
Daily Nation, Über illegale Handlungen der Studenten an Kenias
Hochschulen, Afrika-Chronik |
Daily Nation, Über das Analphabetentum in Kenia, Afrika-Chronik |
Daily Nation, Reaktion auf den Mord an Ausschussvorsitzenden,
Afrika-Chronik |
Daily Nation, Über die Prügelstrafe an Kenias Schulen,
Afrika-Chronik |
The East African, Über die Moi-Biographie v. Andrew Morton,
Afrika-Chronik |
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